Der NRW-Arbeitsminister Laumann hat auf einen Aspekt der Zeitarbeit hingewiesen, der von Kritikern oft nicht erwähnt wird: “Um die Stammbelegschaft zu schützen, mussten wir Zeit- und Leiharbeit zulassen.” Wie dieser Schutz funktioniert, zeigt das Beispiel der Friedrich-Wilhelms-Hütte. Obwohl das Unternehmen momentan 25% unter seinem normalen Umsatz liegt, verspricht Geschäftsführer Wiebelhaus die Überwindung der Krise ohne Kündigungen. Möglich wird dies, weil die Hütte während der Boom-Jahre bewusst nicht die Stammbelegschaft erweitert, sondern Zeitarbeitskräfte eingesetzt hatte. In der Krise zeige sich nun, dass so die Stammmitarbeiter vor Kündigungen geschützt sind. Und die Zeitarbeitskräfte, die nicht mehr in der Hütte arbeiten, haben immerhin die große Chance, von ihren Personaldienstleistern bei anderen Kunden eingesetzt zu werden und ihren Arbeitsplatz zu behalten.

